Fährtensucher – Spurenleser

Neustadtgödens und die Reformation im ostfriesischen Küstenraum

Religiöse Vielfalt ist wesentlicher Bestandteil der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte von Neustadtgödens, denn die Ansiedlung verschiedener Religionsgemeinschaften trug maßgeblich zur wirtschaftlichen Blüte des Ortes und der Region bei.

Diese regionale Erfolgsgeschichte von Reformation und religiöser Toleranz lässt sich anhand zahlreicher Spuren nachvollziehen und gleichzeitig lassen sich aus ihr relevante Fragen für Gegenwart und Zukunft ableiten: Welche Auswirkungen haben kulturelle Vielfalt und religiöse Toleranz auf ökonomische Faktoren, bzw. wie bedingen ökonomische Faktoren Toleranz und Vielfalt?

Inwieweit beeinflusst religiöser Glaube gesellschaftliches Toleranzverhalten und die Akzeptanz bzw. die Duldung religiöser und kultureller Vielfalt von Menschen? Welche Rolle hat die Reformation bei der Etablierung religiöser Vielfalt und der damit einhergehenden Einübung von tolerantem Verhalten im Alltag?

In Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg, der Carl von Ossietzky Uni-
versität, dem Schlossmuseum Jever/Kulturverbund Friesland und der Fachoberschule
Gestaltung und Technik

Aufführungen November / Dezember 2016
––> Gina Schumm // g.schumm@jugendkulturarbeit.eu

Nur Mut, Bürger!

Stadtführung mal anders: da schlendert man entspannt an den Sehenswürdigkeiten Oldenburgs vorbei und dann – plötzlich ein Aufschrei, eine Ungerechtigkeit, ein Über-
griff – in jedem Fall nicht okay, kein Kavaliersdelikt oder Ausrutscher. Für die Teilnehmer heißt es: raus aus der Komfortzone und rein ins Geschehen.

Gemeinsam haben wir teils anhand persönlicher Erfahrungen Szenarien entwickelt, die sich so oder ähnlich im Alltag abspielen könnten. In der Form von „unsichtbarem Theater“ lassen wir Szenen und Konflikte mitten in der Öffentlichkeit entstehen.

Für die Teilnehmer bleibt dabei das Schauspiel transparent – denn die Spielenden und
die Vorgehensweise werden zum Start erklärt und erprobt. Die Gruppe wählt einen
„Spielstein“, einen gesellschaftlichen Archetypus als Begleiter bzw. Stadtführer und die
restlichen Schauspieler kommen parallel zur Gruppe an die Stationen der Stadttour.
Dieses theaterpädagogische Projekt soll nicht nur tagtägliche Konfl iktsituationen ver-
anschaulichen, sondern ebenfalls dazu einladen, diese aufzulösen. Das Ziel sind die
Schulung der Empathiefähigkeit, sozialer Kompetenzen, sowie die Ermutigung zu Zivil-
courage – „Sieh nicht weg, stell Dich dazu, frag, ob hier jemand Hilfe braucht!“

Termine nach Absprache; 2-3 Seminartage
––> Gina Schumm // g.schumm@jugendkulturarbeit.eu

We4You

Workshops zum Thema Diskriminierung und Ausgrenzung

Ziel des Seminars ist die Sensibilisierung, Stärkung und Aktivierung von Jugendlichen im Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Mit kurzen Inputbeiträgen wird in die Themen eingeführt und es werden verschiedene Diskriminierungsformen vorgestellt und diskutiert. Daneben werden Arbeitsgruppen, Simulationen und Übungen durchgeführt.
Die Teilnehmenden werden sensibilisiert und motiviert sich einzumischen.

Termine nach Absprache; 4 Seminartage

––> Gina Schumm // g.schumm@jugendkulturarbeit.eu

Arm≠glücklich

Jugendkulturarbeit e.V. in Kooperation mit dem Bildungszentrum für
Technik und Gestaltung, Ehnernstraße

Was passiert, wenn zweiundzwanzig junge Menschen über ein gutes Leben nachdenken? Sie informieren sich bei Philosophen, bei Soziologen, holen sich Hilfe bei Fachleuten um dann festzustellen, dass jeder Mensch für sich entscheiden muss, was sein eigenes gutes Leben ausmacht und welche Wege er gehen muss, um gut leben zu können.
Eine Klasse der Fachoberschule Gestaltung des Bildungszentrums Technik und Gestaltung stellt ihre Erkundungen in Form einer Performance vor.

Hat bereits stattgefunden.
––> Gina Schumm // g.schumm@jugendkulturarbeit.eu

ImFokus

Biografisches Arbeiten

Die Jugend von heute interessiert sich für die Erfahrungen der Älteren.

Jugendliche führen Interviews in Zweier-Teams. Die eine Person übernimmt die journalistischen, die andere Person die technischen Aufgaben. Gemeinsam dokumentieren sie überraschende, bewegende oder humorvolle lebensgeschichtliche Episoden in Wort und Bild.

Das Projekt besteht aus drei Teilen, wobei die ersten Seminartage der Hinführung zum Thema, der Zeitzeugenrecherche, dem journalistischen Handwerkszeug und der Vorbereitung der Interviews, der Einweisung in Bild- und Tontechnik sowie Grundlagen der filmischen Gestaltung dienen. Im zweiten Projektteil werden die Interviews in Zweierteams geführt und im dritten Teil werden die Video-Collagen hergestellt (Schnittkonzept Bild und Ton, ergänzende Bildrecherche, Vor- und Abspann) und präsentiert.

Termine in Absprache; 7 Seminartage

Gina Schumm, g.schumm@jugendkulturarbeit.eu