– ein stadtteilorientiertes Projekt inklusiver kultureller Bildungsarbeit

 

Der Verein Jugendkulturarbeit verfügt über ein sehr gut ausgebautes Netzwerk theaterpädagogischer Projekte mit Kindern und Jugendlichen im Norden, Süden, Westen und in der Stadtmitte Oldenburgs.

Von Mitte 2014 bis Mitte 2016 war der Verein Träger eines kulturellen Projektes zum Thema Inklusion (MUT+). Dabei geht es zum einen darum, in heterogenen Gruppen kulturelle Möglichkeitsräume für alle Kinder und Jugendlichen anzubieten, Kommunikation anzustoßen, neue Sichtweisen zu erkunden und diese zu veröffentlichen.

Auf der anderen Seite stößt MUT + die Auseinandersetzung über Inklusion auf struktureller Ebene an, z.B. an den Projektorten und mit den Kooperationspartnern.

 

Das Gesamtprojekt umfasste je Stadtteil die Durchführung je eines theaterpädagogischen Teilangebotes im Bereich Jugend (im Alter von 13 – 20 Jahren) und Kinder (im Alter von 8 – 12 Jahren) und war innerhalb der theaterpädagogischen Stadtteilprojekte „Kurlandtheater“ & „Kooperatives Kindertheater Ohmstede“, „Jugendtheater Rollentausch” & Kindertheater PAEPP, „Junges Theater Bloherfelde” & Kindertheater Bloherfelde sowie „Jugendclub“ verankert. Der Jugendclub war das Vernetzungsprojekt der Stadtteiltheatergruppen.
Alle Teilangebote waren offen für alle Kinder und Jugendlichen, um sie in die theaterpädagogischen und interdisziplinären kulturellen Prozesse (Musik, Tanz, Literatur, Bühnenbild, Technik) mit einzubeziehen.

 

Neben den jährlich ca. 100 Teilnehmenden wurden ca. 6000 Kinder und Jugendliche über die Auftritte der 7 Gruppen in den Schulen und Freizeiteinrichtungen erreicht. Der gemeinsame Gruppenprozess wurde zu einem Experimentierlabor für das Aushandeln von Meinungen, Differenzen und Ideen. Ebenso wurden viele Kinder und Jugendliche, aber auch Institutionen dazu angeregt, sich mehr mit Methoden der kulturellen Bildung innerhalb der diversitätsbewußten inklusiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auseinander zu setzen. Auf mehreren lokalen und bundesweitem Fachtreffen wurden und werden unsere Erfahrungen mit dem Projekt MUT+ nachgefragt und diskutiert.
Das Projekt wurde vom Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Stadt Oldenburg in diesen zwei Jahren anteilig unterstützt.

 

Im September 2016 hat MUT+ den „Kinder haben Rechte Preis“ (3. Platz / bestes ausgezeichnetes Projekt der kulturellen Bildung) des niedersächsischen Kinderschutzbundes gewonnen.


Theaterstücke Mut+ 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Theaterstücke Mut+ 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fachtag Kulturdialog Inklusion

 

     

     

   

 

Oldenburger Kulturdialog Inklusion

 

Vortrag Peter Tiedeken_Kulturdialog Inklusion_OL 2015

 

Kulturdialog_Oldenburg_PPT_Mattick_12_10

 

Stadt Oldenburg über MUT+

Linkliste der Stadt Oldenburg zu Inklusion

 

Informationen zu Kultureller Bildung & Inklusion

 

Vortrag Singal

 

Bilder Comics Zeichnungen zu Inklusion

Kulturelle Bildung – Montag Stiftung

 

Fachtagung Theater und Inklusion Programm 210215

 

Dokumentation Auftakt Innovationsfonds 2014-2016

 

Checkliste Theaterpaedagogik und Inklusion

 

Ausgrenzung hat viele Gesichter McCall, Judith Tanzarbeit

 

Ausblick

 

MUT + wird in den Stadtteilen weitergeführt. Gemeinsam mit dem Kulturamt wird der Kulturdialog Inklusion in 2017 fortgesetzt. Auf lokalen und bundesweiten Fachtreffen wurden und werden die Erfahrungen mit dem Projekt MUT+ nachgefragt und diskutiert. Die Methoden wurden auf die Arbeit in Sprachlernklassen übertragen. Mit der KVHS Ammerland kooperiert der Verein (Modul Theaterpädagogik) in dem 2-jährigen Modellprojekt „Ammerland Inklusiv“ (ab Herbst 2016). Kooperationspartner in Port Elizabeth/Südafrika (SADRAT Institute & das Departement of Arts & Culture der Nelson Mandela Metropolitan University) greifen die Ideen von MUT+ für die Arbeit in den Townships der Stadt auf, dazu gibt es seit 2015 einen Kooperationsvertrag und Fachkräftetreffen (gefördert durch die BAG Spiel und Theater).