Der Verein Jugendkulturarbeit bietet Tanz für alle Kinder und Jugendliche, die Spaß am Miteinander in der Gruppe und natürlich am Tanzen haben. Neben dem künstlerischen Bewegungsausdruck, der durch den Tanz erfahren wird, geht es bei unserer Arbeit auch um eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper durch das Tanzen, dem Vermitteln technisch-funktionaler und kreativer „Bewegungstechniken“, der Entwicklung von Körperbewusstsein und dem Fördern des Bewegungsgefühls. Wir erarbeiten so mit Mitteln des zeitgenössischen Tanzes Tanztheaterstücke oder tänzerische Elemente für Jugendtheaterproduktionen. Auf Nachfrage können auch Kurse z.B. im HipHop, Jazz, Modern oder Ballett gebucht werden.

Jugendtanzwerkstatt
– Wen suCHeN wir? Alle Jugendlichen ab 13 (in Ausnahme auch früher) sind bei uns willkommen, um miteinander einmal wöchentlich Tanz zu trainieren. Vorerfahrung ist natürlich immer gut, wird aber weder vorausgesetzt, noch benötigt, um erfolgreich am Training teilnehmen zu können.
– Was WoLLeN wir? Wir möchten Jugendlichen einen Raum bieten innerhalb dessen sie sich regelmäßig tänzerisch „austoben“ können.
Was MaCHen wir? – Grundlagen: Bewegungs- und Tanztraining – Improvisationstechniken des zeitgenössischen Tanzes und modernen Theaters und HipHop Elemente

Proben: Montags von 17.30 – 19.30 Uhr im Internationalen Jugendprojektehaus

Leitung: Jesicha Ouyah; jecybelle@yahoo.fr oder j.kowollik@jugendkulturarbeit.eu

Tanz im Rahmen der Theaterprojekte des Jugendkulturarbeit e.V.
Der Tanz stellt neben Theater und Musik einen der Bausteine der Kulturarbeit im Jugendkulturarbeit e.V. dar und ist ein fester Bestandteil der meisten Jugendtheaterproduktionen. Das szenische Spiel wird hier ergänzt durch Tanztheater und choreografische Elemente. Bei der gemeinsamen Erarbeitung tänzerischer Elemente für Theaterstücke steht die Frage im Raum: „Wie erzähle ich ohne Worte?“ Daran schließen sich Auseinandersetzungen darüber an, was Tanztheater überhaupt ist und wie Tanz entsteht. Dabei arbeiten wir partizipativ und prozessorientiert. Im improvisatorischen Spiel forschen die Jugendlichen selbst nach eigenen tänzerischen Bewegungen, die ihnen Spaß machen und mit denen sie sich gut fühlen.

 

„All you need… – Wunsch und Wirklichkeit“

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Hier und heute werden Ihre Wünsche erfüllt. ALL YOU NEED!!!
Was wollen Sie? Was brauchen Sie? Wovon haben sie schon immer geträumt?
Glück, Frieden oder doch lieber ein iPhone 6 ohne Vertragsbindung. Erforschen Sie ihr Innerstes, seien Sie ehrlich!!!
Sie haben drei Wünsche offen und wir werden unser Bestes tun ihre Wünsche zu erfüllen!

„All you need…“ ist ein Tanzprojekt mit Jugendlichen, das sich mit ihrer Lebenswelt beschäftigt und die eigenen Wünsche und Wahrnehmungen in den Mittelpunkt der Arbeit stellt. Gespräche und Interviews mit den Teilnehmer/innen sind die Basis für die Szenen und Choreografien und alle haben die Möglichkeit sich kreativ an der Entstehung der Szenen zu beteiligen.
Ein Projekt von ChanceTanz- Förderprogramm Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Kooperation mit Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg Süd e.V., IGS Kreyenbrück und IGS Flötenteich.

Antje Rose, Marco Jodes (Tanzpädagogik, Choreografie)
Gina Schumm (Projektleitung)

 

Körperschrott 2014

 

Hungerst du noch oder kotzt du schon?
Tanztheaterproduktion von PriMa KLiema

Nie ging es uns so gut wie heute, nie waren wir schlechter dran.
Wohlstand, Konsum und Überfluss verschaffen Genuss und machen satt. Übersatt.
Das ist anstrengend und macht hungrig.

In einer glitzernden Leistungs- und Perfektionsgesellschaft, die unter dem Druck der rasanten Informationsflut steht, gibt es nur eine Richtung: höher, schneller, weiter, schöner, größer.
Was dem nicht entspricht wird ausgemustert, ausgetauscht und weggeworfen.
Und wir? Als Menschen? Wie fühlt es sich an nie „genug zu sein“,  obwohl man bereits zu viel hat? Wie reagiert unser Körper darauf?

Das Tanztheaterstück begibt sich auf die Suche nach dem Umgang mit materiellen und persönlichen, physischen und seelischen Ressourcen in unserer Lebenswelt und zeigt bewegende Körper, die sich zwischen Übersättigung und Hunger bewegen, einem Hunger jenseits von materiellen Gütern.

Seit Oktober 2013 arbeiten die Tänzerinnen und Tänzer der Jugendtanzgruppe PriMa KLiema an der Produktion und entwickeln unter professioneller Anleitung aus Improvisationen und zeitgenössischen Tanztechniken Bewegungsmaterial und Choreografien für das Tanztheaterstück.

Leitung: Liesa Pieczyk / Marco Jodes

Nur Fliegen ist schöner 2015

 


„Facebook, Twitter, WhatsApp, E-Mail … gefällt mir! Mit neuen Leuten kontakten oder es lassen, von meinen Freunden mitkriegen, was läuft. Neue Freundschaftsanfragen? Ich bin angesagt 🙂 …“

Die physische Realität des Körpers scheint keine Rolle mehr zu spielen. Jeder kann sich mit Fotos, Text und Videos so darstellen, wie er/sie sich gerne hätte. Freundschaften werden mit Klicks gesammelt und Beliebtheit mit „gefällt mir“-Buttons bewiesen.

Dabei ermöglicht die mediale Selbstdarstellung mit Fotos und Videos ein Neugestalten des Körpers durch ein Vertuschen von kleinen Fehlern, nach dem Motto: „Die Freiheit, die das echte Leben mir vorenthält, die finde ich im Internet!“ Aber wie frei bin ich wirklich in der Gestaltung meines Selbstkonzepts? Unterliege ich der Anpassung äußerer Körperideale?

Die jungen Tänzerinnen gehen in dem Projekt „Nur Fliegen ist schöner …“ diesem zentralen Themenbereich künstlerisch auf den Grund. Eine tänzerische Forschungsreise über den Umgang mit dem eigenen Körper und die unterschiedlichen Freiheitsversprechen und-wünsche.

Leitung: Julia Ritterhoff

Liebe Leben Tod 2016

 

In der diesjährigen Performance der Tanzwerkstatt des Jugendkulturarbeit e.V. beschäftigten sich die Jugendlichen mit den Themen Leben, Liebe und Tod. Die unterschiedlichen Ansichten der TeilnehmerInnen wurden von der Choreographin Jesicha Ouyah aufgegriffen, in einzelnen Sequenzen verarbeitet und zusammengefasst.

Von Verlustängsten bis Liebesgeschichten stellen die TänzerInnen ihre Eindrücke in Gruppenchoreographien, Duetten und Soli dar. Die Mischung aus selbst verfassten Texten und dynamischen Bewegungsabläufen sorgt für ein abwechslungsreiches Stück, das sich an den Grenzen der elementaren Themen von Leben, Liebe und Tod bewegt.

Die aktuelle Zusammensetzung der Tanzwerkstatt ist äußerst spannend. Jugendliche, die schon lange innerhalb des Netzwerkes des Vereins Jugendkulturarbeit engagiert sind arbeiten zusammen mit gerade neu nach Oldenburg gekommenen Jugendlichen. Die Wahl der Methoden und die intensive Arbeit an fundamentalen Themen des Lebens bringen spannende Prozesse in Gang und eine Performance, die tief berührt.

Das Projekt ist Teil des Programmes “Mitten drin!” des Deutschen Kinderschutzbund / Landesverband Niedersachen und wird gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Leitung: Jesicha Ouyah