Der Jugendclub ist eine Theatergruppe des Vereins Jugendkulturarbeit, die seit 1996 besteht und jedes Jahr eine Theaterproduktion erarbeitet. Er versteht sich als weiterführendes Vernetzungsprojekt innerhalb des Vereins Jugendkulturarbeit und ist für Jugendliche ab 16 Jahren offen, die bereits Theatererfahrung beim Verein Jugendkulturarbeit, in Schultheatergruppen oder anderen freien Gruppen sammeln konnten.

Team:
Ulf Goerges (Theaterpädagogik, Regie)
Gina Schumm (Tanzpädagogik, Dramaturgie)
Andreas Steil, Christian Jakober (Musik)
Reimer Meyn (Bühnenbild)
Fabian Becker (Video)

Kontakt:
Gina Schumm, g.schumm@jugendkulturarbeit.eu

„Silent Revolt“ von 2017

 

Bilder des Stücks

 

Video Bericht

Silent Revolt – Der Bericht O1 from Jugendkulturarbeit e.V on Vimeo.

 

NWZonline 30. Mai 2017

Theaterrausch 2017: Jugendclub – Silent Revolt

Internationales Jugendprojektehaus – Weiße Rose 1 | Oldenburg

 

13 Jugendliche forschen zum Thema Krieg, Gewalt, Freiheit und Liebe – inspiriert von „Im Westen nichts Neues“ – erzählen sie einander von ihren Ängsten, Sorgen und entwickeln Szenen. Das Unerwartete passiert und die Reaktionen jedes Einzelnen sind unterschiedlich und überraschen sie auch selbst. Der Lehrling begegnet dem Abiturienten, der Flüchtling, der überlebt hat, begegnet dem Jugendlichen, der heute stabil bleiben muss, die junge Frau begegnet dem jungen Mann, der eine andere Vorstellung von Liebe hat.

Sind sie in der Lage zu handeln oder wie gehen sie mit ihrer Angst um? Ist das Handeln instinktiv, emotional, selbstbezogen…? Ein zweites Mal in der gleichen Situation sammeln sie gemeinsam Kraft und begegnen sich anders …
Überleben …wie auch immer…wird zum Thema….
Poesie, eigene Texte und das gemeinsame Spielen ermöglicht Begegnungen, die von Respekt und gemeinsamen Träumen von einer besseren Welt für alle Menschen geprägt sind.

Mit:
Baara Abo Habib, Benjamin Lüppens, Daniel Broeker, Enrico Ahlers, Evelyn Jegahtesan, Greta Krassuski, Jan-Hauke Gerdes, Karuna Melter, Martje Siggel, Melina Köhne, Oliver Oltmanns, Rayan Petrus, Roman Lazebnyk, Runa Kilmer.

Team:
Gina Schumm, Margit Ostern, Andreas Steil, Fabian Becker

 

Beim „Theaterrausch 2017“ handelt es sich um das Ergebnis eines Probenjahres der acht Kinder-und Jugendtheatergruppen des Vereins Jugendkulturarbeit. Innerhalb des integrativen Projektes MUT+ wird Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Stadtteilen die Möglichkeit geboten, sich in der Welt des Theaters und der Kultur auszuleben.

Die nächste Probenzeit startet direkt nach den Sommerferien und auch diesmal ist jedes Kind willkommen. Informationen dazu, sowie zum Theaterrausch und den Aufführungsterminen finden sich unter www.jugendkulturarbeit.eu.

 

Kritik aus der NWZ:

Theaterrausch 2017: Jugendclub- SILENT REVOLT
Und wir träumen vom Frieden…von Freiheit…und auch von der Liebe…
Die Kulisse ist sehr dezent, Requisiten gibt es kaum, auch die Kostüme sind schlicht und nahezu einheitlich. Doch mehr brauchen die 13 talentierten Jugendlichen nicht, um die Zuschauer emotional zu erreichen und zum Nachdenken anzuregen.
Innerhalb weniger Monate entwickelte die Jugendgruppe – inspiriert von „Im Westen nichts Neues“- ein eindrucksvolles Theaterstück, welches eine besondere Verbindung zwischen Literatur, Poesie und globalpolitischen Problemen schafft. Themen, wie Krieg, Gewalt, Unterdrückung, Vertreibung, Angst und Freiheit werden von den Jugendlichen in ausdrucksvoller Weise dargestellt. Die Mischung aus Ernsthaftigkeit und humoristischen Zügen sowie moderner Musik lässt dieses Stück zu einem besonderen Theatererlebnis werden.
Die Gruppe der jungen Leute, welche verschiedene Kulturen, Bildungsgänge und Persönlichkeiten vereint, schafft Begegnungen, die durch gemeinsame Träume von einer besseren Welt für alle Menschen geprägt sind- sowohl im Leben, als auch auf der Bühne. Ein Teil dieser Gruppe sind Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung. Melina Köhne, die sich im dritten Lehrjahr zur Ausbildung als Zahntechnikerin befindet, sowie Martje Siggel, Enrico Ahlers und Rayan Petrus, SchülerInnen der Fachoberschule Gestaltung, überzeugten durch ihre, wie auf den Leib geschnittenen, Rollen. Professionelle Unterstützung bekamen die Jugendlichen durch Gina Schumm, Margit Ostern, Andreas Steil, Fabian Becker.
Am 30.05.2017 begrüßte die Jugendgruppe zur Premiere des Stücks im Internationalen Jugendprojektehaus „Weiße Rose 1“ und ermöglichte erstmals Einblicke in das kreative Ergebnis der letzten Monate. Eine weitere Vorstellung findet am 13.06.2017 um 16 Uhr während der Jugendtheatertage in der Kulturetage statt.

Beim „Theaterrausch 2017“ handelt es sich um das Ergebnis eines Probenjahres der acht Kinder-und Jugendtheatergruppen des Vereins Jugendkulturarbeit. Innerhalb des integrativen Projektes MUT+ wird Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Stadtteilen die Möglichkeit geboten, sich in der Welt des Theaters und der Kultur auszuleben. Die nächste Probenzeit beginnt nach den Sommerferien, zu der auch diesmal jeder Jugendliche willkommen ist.

 

„Böse“ von 2016

 

„Jeder Mensch ist ein Abgrund. Es schwindelt einen, wenn man hinabsieht.“

So sagt es der zum Tode verurteilte Barbier „Woyzeck“ in dem gleichnamigen Stuck von Georg Büchner.
Kann also jeder in die Situation kommen, irgendwo zu klingeln und der Person, die die Tür öffnet, zu sagen: „Ich habe einfach Lust, dir eins in die Fresse zu hauen“… Und dies dann auch noch zu tun …?
Und hat nicht jemand recht, wenn er oder sie Unrecht oder „Böses“ tut, um sich selbst oder andere zu verteidigen? Sind nicht sogar die, die sich dem Bösen verschreiben, diejenigen, die ein glücklicheres Leben fuhren, wie de Sade vermutet, und diejenigen, die unter dem Bösen leiden, die Unglücklichen?

Das Spektrum des „Bösen“ ist weit gefächert: töten, stehlen, erpressen, lugen, unterdrucken – das sind nur einige der Abgrunde, in denen sich die neue Produktion des Jugendclubs in der Kulturetage bewegt. Vom Betrug und der Rücksichtslosigkeit innerhalb eines großen Unternehmens bis hinab in die Niederungen zwischenmenschlicher Verstrickungen und Egoismen streut Mephisto seine Saat und nährt die Zweifel, ob der Mensch denn auch etwas Gutes in sich tragt.

 

Gesa

 

Gesa

 

„Ich frage mich, ob die Sterne leuchten, damit jeder seinen eigenen eines Tages wiederfindet“ (Der kleine Prinz)

Wir vermissen dich:
Ahn, Anne, Evelyn, Felicia, Greta, Jan-Hauke, Josephine, Karolina, Karuna, Melina, Melina, Mike, Noelia, Silke, Simon, Gina und Ulf, das Team von Jugendkulturarbeit und alle, die dich kennen.

 

 

 

 

 

 

„Werden wer wir sind“ von 2015

 

„Sag mal, was ist eigentlich aus dem … und dem… und der… von damals geworden? Und da war doch auch noch diese Spießerin und die, die hinter allem und jedem eine Verschwörung gerochen hat…“  Lauter MAYBEs oder Ypsilons, oder auch ganz was anderes.

Lust auf Zukunft? Lust auf Gegenwart! Werden, was wir sind und nicht werden, was wir sollen. Wie leicht geht das? Was ist aus dem Gestern geworden und was wird übermorgen aus dem Heute, in einer Zeit, die immer schnelllebiger wird und in der  – Stabilität war gestern – Veränderung die Norm ist.

Raus aus der Schule und rein in das, was Zukunft heißt: Was ist der Plan und was wird aus ihm?

Fragen, denen das wie immer international besetzte Ensemble des Jugendclubs in seiner neuen Produktion „Werden wer wir sind“ nachgeht.

 

„Lie-Leaks“ von 2014

 

Du siehst gut aus! Glaub ich jetzt nicht! Nee, stimmt auch nicht. WAS!? Oder doch? Ja, was denn nun? Ich meine es wirklich ernst! GAR nicht! Doch ehrlich!
Wie ist das mit der Wahrheit? Oder der Lüge? Was ist gelogen und was wahrhaftig wahr? Wir selbst? Was wird uns vorgegaukelt, wenn es aus den Lautsprechern tönt oder wenn uns das Internet etwas verheißt?
Können wir „denen“ trauen? Und können wir uns überhaupt selbst trauen? Lügen wir nicht selber oft genug? Sind wir die, die wir sein wollen oder die wir vorgeben zu sein?
Lüge und Wahrheit: Geht das eine nicht ohne das andere? Lügt schon, wer sagt, dass er nie lügt? Und wie lang sind ihre Beine wirklich? Wie weit kommt man mit ihnen?

Der Jugendclub in der Kulturetage tritt den Beweis an: Ein einziger Tag bringt die Wahrheit ans Licht – ohne Lüge geht es nicht! Oder anders gefragt: Was passiert, wenn die Wahrheit regiert? „Lie-Leaks“: Ein Stück über Vieles, was wahr oder gelogen sein könnte und Leaks gibt es ja viele auf der Welt und immer wieder neue.
„Diese Ankündigung zum Beispiel ist wahnsinnig gut!“

Eine bunt gemischte Gruppe aus neunzehn Darstellerinnen und Darstellern im Alter von 16-25 Jahren, die aus Oldenburg kommen, aber auch aus Polen, der Türkei, Spanien, Italien, Lettland und Schottland. Wie in den vergangenen Jahren nehmen am Projekt auch die Volontäre und der FSJ´ler teil, die beim Verein Jugendkulturarbeit für ein Jahr leben und arbeiten.

 

„Sonntagskinder“ von 2013

 

Ein Theater-Stück zum Glück
Der Traum vom dauerhaften Glück ist so alt wie die Menschheit. Wissenschaftler, Philosophen, Esoteriker in aller Welt suchen Antworten. Kann man dem Glück auf die Spur kommen oder bleibt es ein ewiges Geheimnis?

Der Traum vom ewigen Glück, und dass alle Menschen glücklich sind. Eine berauschende Vorstellung, für die es sich lohnt intensiv zu forschen? Ein hehres Ziel: das positive Lebensgefühl für alle. Die Frage nach dem Glück wird heute vor allem in hoch entwickelten Industriegesellschaften gestellt. Es sind Zweifel an den Glücksverheißungen der Konsumgesellschaft aufgekommen. Sollten wir vielleicht das „Bruttoinlandsglück“ einführen, oder gleich nach Bhutan auswandern oder reichen doch die Gluckspillen?

Aber wie lange dauert Glück? So lange, bis die Glückshormone verbraucht, alle Glückspillen gegessen oder das Spiel zum Glück beendet ist?
Was macht überhaupt glücklich? Liebe? Schenken? Teilen? Ist es für jeden Menschen gleich, egal, wo er herkommt?
Und was passiert, wenn das Glück alle erfasst hat?

 

„An.com“ von 2012

 

Wie ist das denn, wenn man irgendwo ankommt in der „Fremde“? Wenn alles neu und unbekannt ist und alles als „merkwürdig“ wahrgenommen wird. Und wenn das Heimweh Besitz von einem ergreift?

Das ist nur eine der vielen Erfahrungen, die die Spielerinnen und Spieler des Jugendclubs der Kulturetage in ihrer Performance „An.com“ machen, durch die sie der „Geist des Neuen“ treibt, wenn er dafür sorgt, dass sie erleben, wie es Menschen geht, wenn sie „irgendwo“ ankommen. Dazu gehört die „Fremdheit“ genauso wie die unbekannte Sprache, die Art sich zu begrüßen genauso wie der Versuch, sich ein vertrautes Heim zu schaffen. Und dazu gehört auch die Erfahrung, dass etwa Gefühle ebenso universell sind wie inzwischen das digitalisierte Leben. Eine Performance mit viel Bewegung, Skurrilität, Humor und auch Nachdenklichkeit.

 

„WEG“ von 2011

 

„Ich will einfach nur weg hier!“
„Ich brauche dich, deswegen gehe ich!“
„Mein Traum erfüllt sich ganz woanders!“
„Ich wär so gern geblieben!“….

Sie gehen: Biographien, die ein neues Zuhause suchen. Geeint durch die Ungewissheit dessen, was sie erwartet, und einander fremd durch das, was sie erlebt haben. Sie nehmen das Schiff der Verheißung, das sie jenseits vom Horizont in eine andere Welt bringt. Sie erzählen von ihren Träumen und Ängsten, von Hoffnungen und Erlebtem: Marco will nicht nur ans Geld denken und Georg vom vorbestimmten Weg abkommen; Helena sucht Sicherheit weit weg und Maria mehr als das flache Land. Franziskas Herz soll woanders schlagen und Evelinas Stimme in der Ferne erklingen. Adams Gedanken suchen ihre Freiheit und Peters Hände einen anderen Job, den Jakub mit goldener Münze bezahlt wissen will.
Fiktive Gestalten machen sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft wie viele Millionen vor und Unzählige nach ihnen.