Das Kurlandtheater wurde 1995 von Dettmar Koch gegründet und wird von dem Theaterpädagogen seitdem angeleitet. In den vergangenen Jahren entstanden viele interessante Projekte in Kooperation mit anderen Künstler_innen/Kulturpädagogemn_innen. So komponierte beispielsweise Markus Rohde für einige Produktionen die Musik und Markus Jodes und Antje Rose choreographierten Tanzelemente für einige Stücke.
Das Kurlandtheater ist eine offene Gruppe Jugendlichen im Alter von ca. 13 – 20 Jahren. Unsere Proben sind bisweilen lustig, locker und diskutierfreudig. Wir nehmen gerne als Gruppe an internationalen Theatertreffen des Vereins teil und waren so beispielsweise schon in Polen und Südafrika unterwegs. Impressionen aus diesen Reisen bieten uns außerdem viele Möglichkeiten zur späteren theatralen Auseinander- und Umsetzung.

Team:
Dettmar Koch (Leitung/Theaterpädagogik)
Bodo Neemann (Leitung/Theaterpädagogik)
Antje Rose (Tanz)
Veronika Skuplik (Musik)
Fabian Becker (Film)
Reimer Meyn (Bühnenbild)

Proben:
mittwochs, 18:00 bis 21:00

Kontakt:
Dettmar Koch
Telefon: 0441/39010750
d.koch@jugendkulturarbeit.eu

 

„Prinzip Hoffnung“ von 2016

 

„Komm her! Ich mag dich. Du konntest was draufhaben. Folg mir. Ich mach dich cool. Aber tu, was ich sag. Is das klar? Wenn ich will, dass du springst, springst du!“
Wir sehnen uns nach Zugehörigkeit und Selbstbestimmung. Ohne Du kein Ich, ohne Ich kein Du. Das Spiel um Zugehörigkeit verlangt von uns, dass wir uns etwas Anderem anpassen. Aber was, wenn aus dem „Sich Anpassen“ ein „angepasst werden“ wird. Das „Dazugehören wollen“ wird zum „Dazugehören müssen“ oder „Nicht-Dazugehören dürfen“. Der Wunsch um Zugehörigkeit wird zu einem Zustand, aus dem man kaum heraus- oder in den man kaum hineinkommt.
Das Thema „Widerstand“ ist uns als Verein Jugendkulturarbeit diesmal ein ganz besonderes Anliegen. Im Zuge der Sanierung und Wohnraumbeschaffung des Stadtviertels Donnerschwee bekommt unser Haus eine neue Adresse: Weise Rose 1.
Dies war Ausgangspunkt unseres Theaterstückes. Junge Menschen, die aufhorchten gegen den Gehorsam in einem politischen System, in dem sie aufwachsen. Junge Menschen, die aufrufen und Widerstand leisten.

 

 

„Lust und Laster“ von 2015

 

– Eine Improvisation nach Texten von Johann Sebastian Bach“

„Gott soll allein mein Herze haben“ (BWV 169). Wie können die Bot-schaften der Reformation in die Sprache der Jugend übersetzt wer-den? Tragen diese Botschaften die gleiche Bedeutung für Großeltern und Enkel? Und hat die lange und konfliktreiche Geschichte der „Reformationsbotschaften“ Auswirkung darauf, wie junge Menschen von heute diese wahrnehmen?

„Geist und Seele wird verwirret“ (BWV 35) – zwischen Lust und reli-giösem Schuldempfinden, zwischen Begierde und Selbstzensur im-provisierten die Spieler_innen des Kurlandtheaters Bilder und Szenen zu Texten von J. S. Bach. Es wird rezitiert, aber wenig ge-sprochen – viel agiert – mit feiner Mimik wie mit großen Gesten.

In Kooperation mit den Musikern Markus Rhode, Veronika Skuplik und dem Ensemble LA DOLCEZZA, der Altistin Wiebke Lehmkuhl und dem Organisten Tobias Götting im Rahmen des Programms „Freiheitsraum Reformation“.

Dettmar Koch, d.koch@jugendkulturarbeit.eu

 

„Küss mich … “ von 2014

 

– Schluss mit der Froschigkeit! Her mit dem Thron! 

 

„Pflicht – vergessen“ von 2013

 

 

„MordArt“ von 2012

 

Das Jugendtheaterstück „Mordart“ wurde mit 14 Jugendlichen des stadtteilorientierten Theaterprojektes Kurlandtheater entwickelt und einstudiert. Thematisch arbeitete die Gruppe an einer Auseinandersetzung mit „Satanismus“ und dem Musikstil „Black Metal“. Die Gruppe beschäftigte sich mit dem innerhalb dieser Szene vorhandenen rassistischen und rechtsradikalen Gedankengut und entwickelte daraus eine Kriminalgeschichte. Das Kurlandtheater arbeitete innerhalb des Programms „Migration und Theater – MUT“ mit Hilfe dreier Improvisationsmethoden – dem „Theatersport“, dem Standbildverfahren und der freien Improvisation an einer Kriminalgeschichte. Finch ist eine junge Polizistin, die sich mit dem Verschwinden von zwei rumänischen Jugendlichen befasst. Allein stürzt sie sich dabei in eine dunkle Welt von Bildern, bei deren Verarbeitung sie auf dem Weg zur Lösung des Falls an ihre Grenzen zum Wahnsinn stößt.
Aus den Reaktionen des jugendlichen Publikums erfuhren wir: „Es war total spannend! Ich wusste überhaupt nicht dass Theater so  spannend sein kann!“

Team:
Dettmar Koch (Theaterpädagogik/Regie), Marco Jodes (Tanz/Co-Regie), Markus Rohde (Musik), Reimer Meyn (Bühnenbild)